Diese antike Standuhr aus Buchholz hatte lange im Keller gestanden. Furnier war abgeplatzt oder lose, die Füße wackelten und das Uhrwerk funktionierte nicht mehr. Dazu kam eine sehr dunkle Beize, die dem Kunden nicht gefiel. Gewünscht war eine hellere Optik, in der das Eichenholz wieder deutlicher zur Geltung kommt.
Dunkel, locker und nicht mehr standfest
Beim ersten Blick zeigte sich gleich mehrere Arbeit auf einmal: abgeplatztes Furnier, lose Furnierbereiche, wackelige Füße und ein Uhrwerk ohne Funktion. Außerdem war der Korpus irgendwann dunkel gebeizt worden. Die neue Oberfläche sollte deshalb deutlich heller werden, ohne den Charakter der Standuhr zu überdecken.
Die Schäden im Detail
Vor dem Zerlegen wurden die typischen Problemstellen festgehalten. Besonders an Kanten und im Sockelbereich fehlte Furnier oder hatte sich vom Untergrund gelöst.
Erst in Einzelteilen ließ sich sauber arbeiten
Wir zerlegten den Korpus in seine Einzelteile, entfernten vorsichtig den alten Lack und schliffen jedes Teil fein. So wurde aus der sehr dunklen Oberfläche Schritt für Schritt wieder eine deutlich hellere Holzansicht. Auch die Verzierungen und Ornamente wurden vorbereitet, bevor sie später wieder an ihren vorgesehenen Stellen festgeleimt wurden.
Nach dem Abschleifen
Die Prozessbilder zeigen die zerlegten und abgeschliffenen Bauteile, bevor Reparaturen, Zusammenbau und neue Lackierung abgeschlossen waren.
Lose Stellen sichern, fehlende Stücke ergänzen
Fehlende Furnierteile wurden ergänzt. Wo sich das Furnier nur gelöst hatte, spritzten wir Leim darunter und pressten es wieder fest an. Den Sockel verleimten wir komplett neu, weil die Füße wackelten und die Standfestigkeit nicht mehr zuverlässig war. Löcher von falsch eingesetzten Schrauben füllten wir mit Holz auf und verschliffen die Stellen so, dass sie später nicht sofort ins Auge fallen.
Seidenmatter 2K-Lack und eine Überholung beim Uhrmacher
Das Gehäuse blieb zunächst in Einzelteilen, bis alle vorbereiteten Teile mit seidenmattem 2K-Lack lackiert waren. Parallel dazu war das Uhrwerk bei einem befreundeten Uhrmacher und wurde gründlich überholt. Nach dem Zusammenbau trafen wir uns gemeinsam beim Kunden, damit das Werk direkt eingesetzt und die Standuhr an ihrem vorgesehenen Platz aufgestellt werden konnte.
Von der dunklen Altoberfläche zur hellen Holzoptik

VorherNachher
Das fertige Ergebnis im Detail
Wieder am vorgesehenen Platz
Die Standuhr steht wieder beim Kunden, das Uhrwerk läuft und die hellere Oberfläche lässt das Eichenholz sichtbar wirken. Für ein Stück, das zuvor im Keller stand, ist das ein deutlich angenehmerer Arbeitsplatz – und hoffentlich der dauerhafte.
Ein ähnliches Stück zu Hause?
Wenn eine alte Standuhr oder ein anderes Möbel restauriert werden soll, schicken Sie uns gern ein paar Fotos per WhatsApp oder E-Mail. Dann können wir uns den Zustand in Ruhe ansehen.